Halbsohle

Bei einem Kletterschuh spricht man von einer Halbsohle, wenn die Sohle nicht von der Schuhspitze bis zur Ferse aus einem Stück ist.

Ein Schuh mit einer Halbsohle kann besser torsieren (Vorderfuß und Ferse verdrehen sich gegeneinander), was für weit aus der Bewegungsrichtung liegende Tritte vorteilhaft ist.

Ein Schuh mit einer durchgehenden Sohle ist insgesamt stabiler und gibt dem Kletterer mehr Unterstützung.

Hotspot

Stelle(n) am Fuß, an denen der (Kletter-)Schuh punktuell starken Druck und damit starke Schmerzen verursacht. Treten diese Stellen bei einem neuen sehr eng sitzendem Kletterschuh im Bereich der ersten Zehengelenke auf, muss man das als leider normal bezeichnen und es hängt von der Schmerztoleranz und der Motivation des Trägers ab, ob man diesen Schuh kaufen soll oder nicht. Durch häufiges Tragen entsprechend enger Schuhe bilden sich sog. Klettererzehen heraus (siehe Bild 1). Dies ist eine Anpassungserscheinung des Körpers, der auch eine höhere Schmerztoleranz bzw. geringeres Schmerzempfinden mit sich bringt. Treten Hotspots in anderen Bereichen des Kletterschuhs, oder nur an einzelnen Zehen auf, so sollte versucht werden ein anderes Modell zu wählen, welches besser zur eigenen Fußform passt. Hier hilft oft nur ausgiebiges probieren beim Fachhändler. Sollten bestimmte Hotspots aufgrund einer speziellen Fuß- oder Zehenform oder aufgrund degenerativer Veränderungen in vielen Modellen an der gleichen Stelle auftreten, kann die Wahl eines ungefütterten Naturlederschuhs, der sich dann entsprechend besser dehnen und anpassen kann, eine Option sein.

Bild-Klettererzehen
Bild 1

Hybrid-Jacke

In diese relativ neue Jackenkategorie werden Jacken zusammengefasst, die an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Stoffe oder Macharten kombinieren um so die an der jeweiligen (Körper-)Stelle benötigte unterschiedliche Funktionalität bereit zu stellen.

Für Kletterer und Boulderer sind hier vor allem solche Jacken interessant, die an der Oberkörpervorder- und meist auch Rückseite, sowie an der Armaußenseite eine gut wärmende und vor Wind schützende Isolierung aus Kunstfaser oder Daune haben. Um die für den kletternden Menschen wichtige gute Beweglichkeit und auch Atmungsaktivität zu gewährleisten, wird unter den Armen und an den Oberkörperaußenseiten eine Stretchfleece eingesetzt.

Dadurch entsteht im Optimalfall eine Jacke, die den Kletterer und Boulderer auch bei kalten Temperaturen und starkem Wind ausreichend wärmt und ihn trotzdem nicht in seiner Beweglichkeit einschränkt oder beim Heben der Arme über den Kopf nach oben rutscht, wie es „normale“ Kunstfaser- oder Daunengefütterte Modelle zwangsläufig tun.